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Ende der 80er
Jahre werden von Stefan Merkt gewöhnliche Briefmarken als Schablonen
für kubistische Sprühbilder ausgewählt. Beim Fixieren
der Marken stellt er fest, daß die einzelnen Motive in der Masse
verloren gehen, dafür aber neue, spannende, bunte Muster entstehen.
Die Idee der Gestaltung von Bildern mit Briefmarken war geboren. Die
ersten Prototypen überzeugen ihn so sehr, daß er zum Jahreswechsel
89/90 seine sichere kaufmännische Existenz aufgibt um mehr Zeit
für die Weiterentwicklung 'seiner' Kunst zu haben.
Im Sommer 1991 wird von H.J. Dunkel der Begriff 'Stampage' geprägt. In dieser Zeit unterstützt Stefan Merkt auch die Bonner Künstlerzeitschrift 'PIPS' mit diversen Beiträgen. - 1992 organisiert er die 'Artists Against AIDS' (= 40 Kunstveranstaltungen zum Kölner Welt-AIDS-Tag) und gründet mit dem Kölner BilderSchreck die etwas andere Produzentengalerie, in der er in viereinhalb Jahren auch 54 Ausstellungen organisiert. Seit Sommer 1997 konzentriert sich Stefan Merkt wieder auf seine Stampagen und bundesweite Ausstellungen. Er erreicht dabei mit seiner Präsenz, seiner Themenvielfalt und den dazugehörigen Publikationen immer wieder Menschen, die nicht in Galerien oder Museen anzutreffen sind und bringt ihnen Kunst aus Alltagsgegenständen näher. Man kennt ihn, aber noch besser: man erkennt seine Arbeitsweise anhand seines prägnanten Markenzeichens: der Briefmarke. |
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